Hier werden Berühmte Schiffe dargestellt 

es gibt Berühmte und Fastzienierende .. Ahtemberaubende Schiffe ..es gibt Passagierschiffe /Segler -Kriegsschiffe ......./                           U-Boote ,,,,,               viel Spass :-) DER Matthias     

                

                          So jetz aber Loss

  Bild der Pamir                                                                         

Am 21. September 1957 befand sich die PAMIR mit 4.000 Tonnen Gerste an Bord auf der Heimreise von Buenos Aires nach Hamburg. 600 Seemeilen westlich der Azoren erreichte Kapitän Diebisch über Funk die Nachricht, dass der Hurrikan „Carrie“ plötzlich seine Richtung geändert hat und das Schiff bald einholen wird. Der Kapitän ließ sein Schiff sturmklar machen. 
Die Mannschaft dichtete die Lüfteröffnungen ab, zog Strecktaue, um sich bei starkem Seegang daran festhalten zu können, spannte Netze, die verhindern sollten, dass die Männer über Bord gehen, und holte die Segel ein. Doch die Arbeiten konnten nicht beendet werden, denn zu schnell kamen die Brecher über das Oberdeck. Der Kapitän ließ die noch nicht eingeholten Segel abschneiden, doch es war bereits zu spät. Das Schiff legte sich um mehr als 40 Grad auf die Seite. Dann nahm das Schicksal unaufhaltsam seinen Lauf. Der Sturm hatte inzwischen Orkanstärke erreicht. Die beiden Rudergänger konnten das Schiff nicht mehr vor den Wind legen. Die Wellen brachen über das Schiff, rissen Rettungsboote und alles nicht gesicherte Gut mit. Der Funker jagte die Position der PAMIR und verzweifelte Hilferufe in den Äther. Dann nahm das Schiff stark Wasser auf. Der Kapitän ließ SOS funken. Kurz darauf rollte ein weiterer Brecher über das Schiff. Es kentert. Nur 30 Sekunden später ist die PAMIR von der Wasseroberfläche verschwunden.
Von den 78 Mann der Besatzung überleben nur sechs.

 

Technische Daten:

BRT:    3020

Länge: 114,5 m

Breite: 14,0 m

Tiefe : 7,0 m

Baujahr & Werft:

1905/ Blohm & Voss

Heimathafen: Hamburg

 

 

                                             >>>>>>>>>>>>>>>>>>Bild der Titanic

Die Titanic

 

1912: Der britische Luxusdampfer »Titanic« befindet sich auf seiner Jungfernfahrt von Southampton nach New York. Im Vertrauen auf die Sicherheit des Schiffes hatte man die Sommerroute nach New York gewählt, die von anderen Schiffen wegen der Gefahr durch Eisberge um diese Jahreszeit gemieden wurde. Bis zuletzt fährt das Schiff (auf Drängen des sich an Bord befindlichen Generaldirektors der 'White-Star-Line') mit der Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 Knoten (=46,5 km/h). Am 14.04.1912 um 23:40 Uhr kollidiert die »Titanic« bei vollkommen klarer Sicht und ruhiger See mit einem Eisberg. Die Außenhaut wird vom Vorsteven bis zur Schiffsmitte hin aufgerissen. Am 15.04.1912 um 2:20 Uhr geht das als unsinkbar geltende Schiff in den eisigen Fluten unter. Für die 2206 Menschen stehen nur 1178 Plätze auf den Rettungsbooten zur Verfügung. Fehlentscheidungen des Kapitäns und seiner Offiziere führen zum kompletten Desaster. Als die zur Rettung herbeigeeilten Schiffe am Unglücksort eintreffen, sind bereits 1503 Menschen gestorben, darunter 103 Frauen und 53 Kinder. Nur 703 Menschen können aus den 15 Rettungsbooten und von 2 Rettungsflößen geborgen werden.

 

Die »Titanic« gehörte der 'White-Star-Line' an. Bei 46329 BRT, einer Länge von 260 m und einer Breite von 18 m hatte sie 15 wasserdichte Querschotten und 8 Stahldecks. Sie bot insgesamt 3300 Personen Platz: 735 Passagieren der ersten, 675 der zweiten und 1030 Passagieren der dritten Klasse sowie 860 Offizieren und Mannschaften als Besatzung.

                                                                         

 

Die Bounty

 

Die »Bounty« sollte im Auftrag der britischen Regierung Brotfruchtpflanzen, die Kaptitän William Bligh als Navigator (1772-1774) von James Cook auf Tahiti entdeckt hatte, von Tahiti nach Britisch-Westindien bringen. Ein halbes Jahr liegt die »Bounty« im Hafen von Tahiti. Während Bligh mit der (wissenschaftlichen!) Erforschung der Natur beschäftigt ist, verbringt seine Mannschaft trotz strenger Verbote die Zeit mit Tahitianerinnen. Kurz nach der Abreise bricht auf dem britischen Schiff »Bounty« eine Meuterei aus. Der Kaptitän wird zusammen mit 18 Besatzungsmitgliedern am 28.04.1789 in einem Boot ausgesetzt. Bligh gelingt die Rückkehr nach Großbritannien, wo er erfolgreich die Bestrafung der Meuterer fordert, die in der Zwischenzeit ein Kolonie auf der Insel Pitcairn gegründet haben.

 

 

Die Mayflower                

 

Religiöse Auseinandersetzungen der Puritaner mit der englischen Kirche bewegten einige von ihnen, ihr Glück in der "Neuen Welt" zu versuchen. Am 06.09.1620* legte die »Mayflower« mit 41 englischen Puritanern und ihren Familien (insgesamt 102 Personen, darunter 3 schwangere Frauen) sowie ca. 34 Besatzungsmitgliedern an Bord in Plymouth ab, mit der englischen Kolonie Virginia als Ziel. 66 Tage dauerte die Reise, am 08.11.1620* wurde 'Land in Sicht' gemeldet, 200 Seemeilen nördlich des eigentlichen Reisezieles. Wegen der schlechten Wetterbedingungen beschloß man, im nordamerikanischen Kap Cod an Land zu gehen und dort zu überwintern. Dies geschah am 11.11.1620*. Zuvor wurde eine Verfassung vereinbart ('Mayflower Compact'), die die Gleichheit aller vor dem Gesetz festlegte.

Am 15.12.1620 ankerte die »Mayflower« in der Bucht von 'Plimoth', wo die Pilgerväter (Pilgrim Fathers) die erste Siedlung gründeten (heute Plymouth, Massachusetts). 47 der Kolonisten starben bald darauf, geschwächt durch Nässe und Kälte. Der Tag der Landung (Pilgrim-Day) ist ein Gedenktag in den USA.

 

Die »Mayflower« wog rund 180 t und war 27 m lang.

* = Die Puritaner verwendeten im 17. Jahrhundert noch den Julianischen Kalender, der dem Gregorianischen Kalender 10 Tage hinterher hinkte.

 

 

H.M.S. Beagle         

 

 

»Die Reise mit der 'Beagle' ist bei weitem das wichtigste Ereignis in meinem Leben und hat meine ganze Laufbahn bestimmt«

(Charles Darwin, 1809-1882)

 

Am 27.12.1831 beginnt Charles Darwins Weltreise an Bord des Dreimasters H.M.S. Beagle, einem königlichen Forschungs- und Vermessungsschiff. Unter Kapitän Fitzroy führt die Reise über die Kapverdischen Inseln, entlang der Ost- und der Westküste Südamerikas, zu den Galápagos-Inseln, nach Tahiti, Neuseeland, Tasmanien, Mauritius, Kapstadt, nochmals Südamerika und über die Azoren zurück nach England. 5 Jahre - bis zum 02.10.1836 - dauert diese Reise. Die von ihm auf den Galapágos-Inseln entdeckten Finken gaben Darwin den entscheidenden Anstoß zur Entwicklung seiner Theorie über die natürliche Auslese. 1859 veröffentlichte Darwin sein Hauptwerk »Über die Entstehung der Arten im Thier- und Pflanzen-Reich durch natürliche Züchtung, oder Erhaltung der vollkommneten Rassen im Kampfe um´s Daseyn«. Damit schuf Darwin die Grundlage der modernen Evolutionstheorie.

 

 

Die Endeavour         

 

Die »Endeavour« ist das Schiff, mit dem James Cook (1728-1779) die erste seiner 3 Entdeckungsfahrten rund um den Erdball durchführt (1768-1771). Cook erkundet Tahiti, Neuseeland und die Ostküste Australiens, und als erster erreicht er die Antarktis. Dank der von ihm eingeführten Bordhygiene und der Versorgung der Mannschaft mit frischem Obst gelingt es ihm, gefürchtete Krankheiten wie Skorbut einzudämmen. Die zweite Entdeckungsfahrt (1772-1775) führt Cook mit der »Resolution« durch, die dritte Reise (1776-1779) mit der »Discovery«. Am 14.02.1779 wird der als menschenfreundlich geltende James Cook nach Streitigkeiten mit Eingeborenen auf Hawaii erschlagen.

 

 

  Die Gorch Fock       

 

Die 'Gorch Fock' (II) ist ein Ausbildungsschiff der Deutschen Marine. Die Dreimastbark ist 81,2 m lang und 12 m breit, die Wasserverdrängung ist 1700 Tonnen. Das Schiff führt 23 Segel mit einer Gesamtfläche von 1952 qm. Fock- und Großmast sind je 45,3 m hoch (gerechnet ab Wasserlinie). Erbaut wurde die »Gorch Fock« im Jahre 1958 bei der Hamburger Schiffswerft Blohm & Voss.

Die Gorch Fock I, Baujahr 1933, ist unter dem Namen Tovarishch im Besitz der Ukraine. Sie liegt seit 1999 am Bontekai in Wilhelmshaven und kann dort besichtigt werden. 

 

Gorch Fock

eigentl. Johann Kinau

Pseudonyme: Jakob Holst, Giorgio Focco

*22.08.1880 (Insel Finkenwerder bei Hamburg)

†31.05.1916 (gefallen/Seeschlacht im Skagerrak)

deutscher Schriftsteller

 

Gorch Fock wird als Sohn eines Hochseefischers geboren. Aus gesundheitlichen Gründen kann er nicht zur See fahren und tritt, nach seiner Lehre zum Kaufmann und Tätigkeiten als Kontorist eine Stelle als Buchhalter bei der Hamburg-Amerika-Linie an. Daneben schreibt er - meistens auf Plattdeutsch - Geschichten und Gedichte über das Leben von Fischern und Seeleuten, die ab 1910 in verschiedenen Bücher veröffentlicht werden. Sein bekanntestes Werk erscheint 1913: 'Seefahrt ist not'. 1915 kämpft Gorch Fock als Soldat in Rußland, Serbien und Frankreich. Im gleichen Jahr wird er - auf eigenen Wunsch - zur Marine versetzt. Er stirbt am 31.05.1916 während der Seeschlacht vor dem Skagerrak auf dem Kreuzer 'Wiesbaden'.

 

Bremer Hansekogge von 1380 

 

 

Ein ganz besonderes Ausstellungsstück präsentiert sich seit dem Jahr 2000 im Deutschen Schifffahrtsmusuem in Bremerhaven: eine Hansekogge aus dem Jahre 1380!

Diese wurde im Oktober 1962 bei Baggerarbeiten am linken Weserufer (Bremen-Rablinghausen) gefunden. Der mühevolle Wiederaufbau der Kogge dauerte von 1972-1979, von 1980-1999 'verschwindet' die Kogge in einem Konservierungsbecken. Seit Mai 2000 ist die Kogge in Bremerhaven zu bewundern.

 

Die Great Eastern   

 

Das größte Dampfschiff der Welt hieß ursprünglich »Leviathan«. Während des Baus wurden 2 Werftarbeiter - ein Nieter und sein Lehrling - zwischen den Planken eingeschlossen, was jahrelang unentdeckt blieb.

Als vollkommen aus Stahl gebaute »Great Eastern« lief das Schiff im Jahre 1858 vom Stapel. Sie hatte eine Länge von über 210 Metern und wog 27.400 Tonnen. Angetrieben wurde der Koloss von zwei gewaltigen Dampfmaschinen mit je 4200 PS Leistung. Technisch (und auch wirtschaftlich) war das Schiff seiner Zeit weit vorraus, denn ein 'Fassungsvermögen' von 4000 Personen und 6000 Tonnen Ladung erwiesen sich als etwas überdimensioniert - und als Fehlinvestition! Das Schiff wurde später als Kabelleger eingesetzt. Als einziges je gebautes Schiff verfügte die »Great Eastern« sowohl über zwei seitliche Schaufelräder (17m Durchmesser!) als auch eine Schraube am Heck. Zudem ließ es sich noch an sechs Masten besegeln.

 

Das Schiff schien vom Unglück verfolgt zu sein: auf der Probefahrt wurden 2 Menschen bei einer Kesselexplosion getötet. Auf der ersten großen Fahrt von Southampton nach New York ertrank der Kapitän. Auf der zweiten Reise lief das Schiff auf Grund, auf der dritten gingen Schaufelräder und Ruder zu Bruch. Der englische Konstrukteur Isambard K. Brunel starb wenig später an psychischer Überlastung - die Fehlschläge waren zuviel für ihn...

 

 

Die Mary Celeste        

 

Das Unglücksschiff

1861 lief das Schiff als »Amazon« vom Stapel. Der erste Kapitän starb 48 Stunden nach der Registratur des Schiffes, auf der Jungfernfahrt, und auch später geschahen einige Unfälle. 1867 strandete das Schiff an der neuschottischen Küste und wurde dabei schwer beschädigt. Es wurde repariert, verkauft, und lief an der gleichen Stelle erneut auf Grund...

Dann wurde es von dem New Yorker Reeder James Winchester gekauft und erhielt den Namen »Mary Celeste«.

 

Das Geisterschiff

 

Kapitän Benjamin Briggs wollte mit dem Zweimaster »Mary Celeste« 1771 Fässer mit reinem Alkohol über den Atlantik befördern. Die »Mary Celeste« startet am 07.11.1872 in New York, das Ziel ist Genua. Mit an Bord sind Briggs´ Frau, seine Tochter und 7 Seeleute.

4 Wochen später wird das Schiff gesichtet. 590 Seemeilen vor der Küste Gibraltars treibt das Schiff führerlos aber seetüchtig umher. Keine Menschenseele ist an Bord, aber auch keine Leiche(n)...

Was war geschehen? Schon oft wurde darüber spekuliert, man sprach von einem Geisterschiff...

1913 vermutete ein Seegericht, dass eine Choleraepedemie die Besatzung getötet hätte. 1967 kam ein Versicherungsexperte von Lloyd´s zu dem Schluß, dass Kapitän Briggs mit der Besatzung das Schiff verließ, weil er wegen der Alkoholdämpfe eine Explosion befürchtete. Während das Schiff mit offenen Luken durchlüftet wurde, könnte ein Sturm das Beiboot zum Kentern gebracht haben.

Dagegen sprechen das Zurücklassen von Sextant und Chronometer sowie das Hissen zweier Segel...

 

 

Das Ende mit Schrecken

 

Mehrmals wechselt das Schiff den Besitzer. 1884 läuft es mit seinem Besitzer und Kapitän Gilman C. Parker in Westindien auf ein Riff und sinkt. Parker stirbt bald darauf unter dem Verdacht des Versicherungsbetruges, der Erste Maat wird wahnsinnig und der Zweite Maat nimmt sich das Leben...

 

 

Panzerkreuzer Fürst Potemkin 

 

Am 27.06.1905 meutert die Besatzung des Panzerkreuzers, weil ein Offizier zuvor einen beschwerdeführenden Soldaten erschossen hatte (die Mannschaft sollte verdorbene Lebensmittel essen). Die Mannschaft bringt die Offiziere um und besetzt das Schiff. Auch anrückende Linienschiffe können die Mannschaft nicht zur Aufgabe bewegen, man kann sogar einen Nachschub von Kohle und Lebensmitteln erreichen und sicher den Hafen von Odessa anlaufen. Kurz darauf zwingt Materialmangel die Mannschaft zur Aufgabe. Die Besatzung ergibt sich im neutralen Konstanza den rumänischen Behörden (08.07.) und erhält politisches Asyl.

 

 

 

Die Santa Maria       

 

Am 03.08.1492 laufen drei Karavellen aus dem südspanischen Hafen Huelva aus: das Flagschiff »Santa Maria«, die »Niña« und die »Pinta«, um in westlicher Richtung den Seeweg nach Indien zu finden. Lange hatte Kolumbus für sein Vorhaben geworben, bis er schließlich die Unterstützung durch den aragonischen König Ferdinand II. und dessen Frau Isabella erhielt. Am 12.10.1492 landet Christoph Kolumbus auf einer Insel der Bahamas, die er auf den Namen 'San Salvador' tauft. Während 3 weiterer Fahrten entdeckt Kolumbus Puerto Rico, Trinidad, Jamaika und schließlich, während der dritten Fahrt (1498-1500), auch die Küste Mittelamerikas. In Spanien wird Kolumbus zunächst als großer Entdecker geehrt und als Vizekönig von Hispaniola eingesetzt. Im Jahre 1500 wird er jedoch wegen katastrophaler Verwaltung abgesetzt und als Gefangener nach Spanien zurückgebracht. Als Kolumbus 1506 verlassen und verbittert stirbt, ist er immer noch der festen Überzeugung, Asien entdeckt zu haben.

 

Die Savannah        

 

Das Postschiff »Savannah« überquerte im Jahre 1819 als erstes Dampfschiff der Welt den Atlantik, von Savannah in Georgia (USA) nach Liverpool (England). Die Savannah war 36,53 m lang und 7,9 m breit und war in der New Yorker Werft Francis Picket erbaut worden. Die Savannah ist allerdings noch als Fregatte getakelt und mit einer 30 PS starken Einzylinder-Niederdruckdampfmaschine ausgestattet, die während der Überfahrt (24.05.-20.06.) nur 80 Stunden in Betrieb ist. Mächtige schwarze Rauchwolken kündeten das Eintreffen der »Savannah« an, so dass die europäische Küstenwache ein brennendes Schiff meldete...

Die Überfahrt galt damals als Weltsensation!

 

Die Victoria  

 

Die »Victoria«, 22 m lang und 8 m breit, war das erste Schiff, welches die Welt umsegelte. Es gehörte zu den 5 Schiffen, mit denen der portugiesische Seefahrer und Entdecker Fernão de Magalhães (Magellan, ca. 1480-1521) als erster Europäer (in spanischen Diensten) den Pazifischen Ozean überquerte. Die Expedition startete am 20.09.1521 und erreichte Südamerika im November. Nach der Erforschung der Flussmündung des Río de la Plata und einem 6-monatigen Aufenthalt im Hafen von San Julián erreichten die Schiffe die Meeresstraße zwischen der Südspitze Südamerikas und Feuerland (Magellanstraße) und segelten weiter in Richtung Pazifischer Ozean.

Auf der Insel Mactan (Philippinen) wurde Magalhães am 27.04.1521 bei einem Kampf mit den Eingeborenen getötet. Zu dieser Zeit waren nur noch 2 der 5 Schiffe übrig geblieben.

Unter dem Kommando des Spaniers Juan Sebastián Elcano vollendete die »Victoria« am 06.09.1522 die Weltumsegelung und landete, reich beladen mit 35000 Kilo Gewürznelken, Zimt, Muskatnüssen und anderen Gewürzen, im Hafen von Sevilla. Die Fracht reichte nicht nur aus, um die entstandenen Kosten zu decken, man erzielte damit auch noch einen guten Gewinn.

Die Expedition erbrachte 2 grundlegende Erkenntnisse: dass die Erde tatsächlich eine Kugel ist, und dass Kolumbus nicht Asien, sondern einen neuen Kontinent entdeckt hatte.

 

 

Die Arche Noah            

 

Mose 1, Kapitel 6

Da aber der HERR sah, dass der Menschen Bosheit groß was auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar, da reute es ihn, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen, und er sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis auf das Vieh und bis auf das Gewürm und bis auf die Vögel unter dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe. Aber Noah fand Gnade vor dem HERRN. [...]

Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verdichte ihn mit Pech inwendig und auswendig. Und mache ihn also: Dreihundert Ellen sei die Länge, fünfzig Ellen die Weite und dreißig Ellen die Höhe. Ein Fenster sollst du daran machen obenan, eine Elle groß. Die Tür sollst du mitten in die Seite setzen. Und er soll drei Boden haben: einen unten, den andern in der Mitte, den dritten in der Höhe.

Denn siehe, ich will eine Sintflut mit Wasser kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin ein lebendiger Odem ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen.

 

Aber mit dir will ich einen Bund aufrichten; und du sollst in den Kasten gehen mit deinen Söhnen, mit deinem Weibe und mit deiner Söhne Weibern. Und du sollst in den Kasten tun allerlei Tiere von allem Fleisch, je ein Paar, Männlein und Weiblein, dass sie lebendig bleiben bei dir. Von den Vögeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art: von den allen soll je ein Paar zu dir hineingehen, dass sie leben bleiben. Und du sollst allerlei Speise zu dir nehmen, die man ißt, und du sollst sie bei dir sammeln, dass sie dir und ihnen zur Nahrung da sei.

 

Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot.

 

Mose 1, Kapitel 7

Und der HERR sprach zu Noah: Gehe in den Kasten, du und dein ganzes Haus; denn ich habe dich gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit. Aus allerlei reinem Vieh nimm zu dir je sieben und sieben, das Männlein und sein Weiblein; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das Männlein und sein Weiblein. Desgleichen von den Vögeln unter dem Himmel je sieben und sieben, das Männlein und sein Weiblein, auf dass Same lebendig bleibe auf dem ganzen Erdboden. Denn von nun an über sieben Tage will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte und vertilgen von dem Erdboden alles, was Wesen hat, was ich gemacht habe.

 

Und Noah tat alles, was ihm der HERR gebot.

 

Er war aber sechshundert Jahre alt, da das Wasser der Sintflut auf Erden kam. Und er ging in den Kasten mit seinen Söhnen, seinem Weibe und seiner Söhne Weibern vor dem Gewässer der Sintflut. Von dem reinen Vieh und von dem unreinen, von den Vögeln und von allem Gewürm auf Erden gingen zu ihm in den Kasten paarweise, je ein Männlein und Weiblein, wie ihm Gott geboten hatte. Und da die sieben Tage vergangen waren, kam das Gewässer der Sintflut auf Erden. In dem sechshundertsten Jahr des Alters Noahs, am siebzehnten Tage des zweiten Monats, das ist der Tag, da aufbrachen alle Brunnen der großen Tiefe, und taten sich auf die Fenster des Himmels, und kam ein Regen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte. Eben am selben Tage ging Noah in den Kasten mit Sem, Ham und Japheth, seinen Söhnen, und mit seinem Weibe und seiner Söhne drei Weibern, dazu allerlei Getier nach seiner Art, allerlei Vieh nach seiner Art, allerlei Gewürm, das auf Erden kriecht, nach seiner Art und allerlei Vögel nach ihrer Art, alles was fliegen konnte, alles, was Fittiche hatte; das ging alles zu Noah in den Kasten paarweise, von allem Fleisch, darin ein lebendiger Geist war. Und das waren Männlein und Weiblein von allerlei Fleisch, und gingen hinein, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloß hinter ihm zu.

Da kam die Sintflut vierzig Tage auf Erden, und die Wasser wuchsen und hoben den Kasten auf und trugen ihn empor über die Erde. Also nahm das Gewässer überhand und wuchs sehr auf Erden, dass der Kasten auf dem Gewässer fuhr. Und das Gewässer nahm überhand und wuchs so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden. Fünfzehn Ellen hoch ging das Gewässer über die Berge, die bedeckt wurden.

Da ging alles Fleisch unter, das auf Erden kriecht, an Vögeln, an Vieh, an Tieren und an allem, was sich regt auf Erden, und alle Menschen. Alles, was einen lebendigen Odem hatte auf dem Trockenen, das starb. Also ward vertilgt alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis auf das Vieh und das Gewürm und auf die Vögel unter dem Himmel; das ward alles von der Erde vertilgt. Allein Noah blieb übrig und was mit ihm in dem Kasten war. Und das Gewässer stand auf Erden hundertundfünfzig Tage.

 

Quelle: Die Bibel, oder die ganze Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamentes nach der deutschen Übersetzung D. Martin Luthers

 

Die Arche Noah

 

Einmal saß eine Gesellschaft beieinander, Alte und Halberwachsene. Unter den letzteren war einer, ein Herr von Osten, der das goldene Sprüchlein, das im Buche Sirachs steht, nicht beherzigte: »Ein Jüngling mag reden, einmal oder zweimal, so man ihn fragt. Und wenn er redet, soll er's kurz machen«, sondern er sprach viel und fuhr einem alten Herrn mit seiner grünen Weisheit über den Mund.

So kamen sie von ungefähr auf die Sintflut und Noahs Arche zu sprechen. Da meinte der junge Herr: das sei kurios, dass in einen solchen Kasten, der nur dreihundert Ellen lang, fünfzig breit und dreißig hoch gewesen sei, so viel Tiere hinein gekonnt hätten. Und nun gar das Futter für sie alle! Er sei auf Schulen gewesen und glaube so was nicht, und was dergleichen Reden mehr waren.

Die Gesellschaft hörte eine Weile zu, da erhob sich ein alter Herr, tat einige Züge aus seiner Pfeife und sagte: »Junger Herr von Osten, ich will Euch was erzählen. Als Noah die Arche auf Gottes Befehl gebaut, da versammelte er die Tiere, Männlein und Fräulein. Er rief dem Kamel vom Süden: 'Kamel, komm!' und es kam und wanderte hinein. Er rief dem Bär von Norden: 'Bär, komm!' und ohne Brummen ging er hinein. Und dem Tiger vom Westen: 'Tiger, komm!' und ohne Widerstand ging er hinein. Da rief er auch dem Esel vom Osten, aus der Tartarei: 'Esel, komm!' aber der Esel war stutzig und sagte: 'Das ist mir eine kuriose Sache mit diesem Kasten. Nur dreihundert Ellen lang und fünfzig breit und dreißig hoch - dazu all das Futter für uns alle. Ja, das Kamel, der Bär, der Tiger - das sind dumme Tiere, aber für unsereinen, der studiert hat, ist das unglaublich.'

Da stand Noah auf (und der alte Herr auch) und ging hin zum Esel (und der alte Herr zum Junker) und nahm ihn an seinem schönsten Ohr und zupfte ihn dreimal (und so tat der alte Herr auch) und sagte: 'Esel, räsoniere Er nicht, sondern marschiere Er nur hinein.' So kam's, dass alle Tiere Platz fanden - und die Esel sind nicht mit ersoffen, sondern sie leben heute noch und fressen Disteln.«

Darauf wurde der Junker still und er war bald im Stillen fortgeschlichen.

 

Johann Peter Hebel

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